Schwalbacher Selbsthilfegruppe ausgezeichnet

Schwalbach – Die Fibromyalgie-Selbsthilfe Schwalbach im Saarland ist mit dem Förderpreis des Fonds der Arzneimittelfirmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland ausgezeichnet worden. Mit dem Preisgeld von 4.000 Euro fördert der Fonds ein für dieses Jahr geplantes Seminar, zu dem die Leiter und Leiterinnen von rund 30 Fibromyalgie-Selbsthilfe-Gruppen aus ganz Deutschland nach Nohfelden-Bosen kommen werden.

Ziel des Seminars ist es, Ehrenamtler in der Selbsthilfe vor Überforderung zu schützen, erläuterte die Sprecherin der Selbsthilfe-Gruppe Kornelia Schmidt bei der Preisverleihung in Frankfurt. Ihnen sei oft gar nicht bewusst, welchem Druck sie sich selbst oft aussetzten. Gerade die Beratung von Betroffenen, die unter dem schwer diagnostizierbaren, schmerzhaften Weichteilrheumatismus leiden, sei oft sehr belastend.

Mit Hilfe von Ärzten, Psychologen und anderen Therapeuten entwickelten die Teilnehmer daher Strategien gegen Überforderung. Bereits in den vergangenen beiden Jahren hatte die Fibromyalgie-Selbsthilfe, die 2006 gegründet worden war und bundesweit vernetzt ist, gute Erfahrungen mit diesem Schulungskonzept „Grenzen
setzen“ gemacht.

Für den Fonds der Arzneimittelfirmen gab dies den Ausschlag für die Förderung. Zwei weitere Selbsthilfe-Organisationen, nämlich die Regionalgruppe Rhein-Main des Bundesverbandes Neurofibromatose im hessischen Langen und die Histiozytosehilfe in Wiesbaden wurden ebenfalls mit jeweils 4.000 Euro bedacht.

Mit seinem Förderpreis leistet der Fonds der Arzneimittefirmen seit 1999 Anschub-finanzierung sowie Hilfe zur Selbsthilfe. Hinter dem Fonds stehen mittelständische, meist familiengeführte Unternehmen der pharmazeutischen Industrie aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland, die sich über die Medikamentenforschung hinaus für die Gesundheit und die Prävention von Krankheiten einsetzen.

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