„Abnehmen mit System“

Mainz – „Abnehmen mit System“, ein Präventionsprogramm der Katholischen Familienbildungsstätte Trier, ist heute (4.) in Mainz mit dem Förderpreis des Fonds der Arzneimittelfirmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland ausgezeichnet worden. Die Familienbildungsstätte bietet seit September 2004 in Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartnern ein ambulantes Schulungsprogramm für übergewichtige Kinder und Jugendliche an.

Die Idee zu diesem Projekt hatte Elke Zang. Die pädagogische Mitarbeiterin der Trierer Selbsthilfe-Kontakt- und Informationsstelle nahm den mit 4.000 Euro dotierten Förderpreis in Mainz entgegen.

Der Vorstandsvorsitzende des Fonds der Arzneimittelfirmen, Richard Mark Engelhard, fand – wie er in seiner Laudatio sagte – das Projekt schon deshalb bemerkenswert, weil es sich über neun Monate erstreckt. „Neun Monate, die die betroffenen Kinder, aber auch ihre Eltern durchhalten müssen.“ Immerhin werde von allen Beteiligten Engagement gefordert.

„Abnehmen mit System“ hat einen ganzheitlichen Ansatz: Medizinische Betreuung, Bewegung, Ernährung, psychologische Begleitung und Elternarbeit sind hier zu einem konsistenten Schulungskonzept verknüpft. Für jeden Teilbereich gibt es Spezialisten, die aus unterschiedlichen Organisationen kommen, und deren Arbeit koordiniert werden muss.

Die medizinische Erstuntersuchung wird beispielsweise im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen durchgeführt. Die psychologische Unterstützung hat eine Psychologin der mit dieser Klinik verbundenen „Villa Kunterbunt“ übernommen. Bei Sport- und Bewegung ertüchtigen sich die Teilnehmer im Verein BS Gesundheits- und Reha-Sport, die Organisation und Konzeption wird sowohl in der Familienbildungsstätte wie in der Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle geleistet.

Zu den regelmäßigen Kursstunden mit den Kindern und Jugendlichen kommt die Arbeit mit den Eltern. Denn ohne Engagement und Verständnis der Eltern blieben alle Bemühungen erfolglos. Sie müssen mit ins Boot geholt werden. Acht Elternabende finden in den neun Projektmonaten statt sowie jeweils vier individuelle Familiengespräche.

Mehr als ein Kurs pro Jahr ist ehrenamtlich nicht zu stemmen. An ihm nehmen im Schnitt entweder neun Kinder oder neun Jugendliche teil. Denn altershomogene Gruppen sind für den Gruppenzusammenhalt und Erfolg wichtig, hat Elke Zang erkannt. Ihr macht ein wenig Sorgen, dass die Krankenkassen oft erst nach schwierigen Gesprächen bereit sind, die monatlichen Kurzkosten von 75 Euro zu übernehmen.

Über den Förderpreis

Der Förderpreis des Fonds der Arzneimittelfirmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland wird seit 1999 jährlich für Projekte auf dem Gebiet Gesundheit, Soziales, Kultur und Wissenschaft vergeben. Er soll zu ehrenamtlichem Engagement für die Gesellschaft ermutigen. Bei der Ausschreibung des diesjährigen Preises kooperierte der Fonds mit dem Adipositas-Netzwerk Rheinland-Pfalz sowie der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz.

Kontakt zu Elke Zang:

Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle
Telefon: 0651-141180
E-Mail: kontakt@sekis-trier.de

Für Rückfragen:

Fonds der Arzneimittelfirmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland
Sula Lockl
Telefon: 069-2556-1430
Mobil: 0151-62836085
E-Mail: lockl@arzneimittelfonds.de
www.arzneimittelfonds.de

Meta-Navigation