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„Hilfe zur Selbsthilfe“ – unter diesem Motto steht der Förderpreis 2017, den der Fonds der Arzneimittelfirmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland jetzt ausgeschrieben hat. Bis zum 30. Juni 2017 können Ehrenamtliche, die in den drei Bundesländern im Bereich Soziale Arbeit und Gesundheit engagiert sind, Förderprojekte vorschlagen. Das Preisgeld beträgt 12.000 Euro und kann auf drei Preisträger aufgeteilt werden. Die Ausschreibungsunterlagen mit den Teilnahmebedingungen finden Sie oben.

Die Pflege und Betreuung demenzkranker Menschen zählt zu den anspruchsvollsten Aufgaben in der Arbeit mit alten Menschen. Der weitaus größte Teil dieser Arbeit wird von Angehörigen, Nachbarn und Freunden erbracht.  Oft müssen Angehörige 24 Stunden am Tag für den erkrankten Menschen da sein. Die Pflege und Betreuung demenzkranker Menschen ist intensiv und auch physisch und vor allem psychisch eine große Herausforderung.

Das Deutsche Rote Kreuz Saarlouis bietet mit dem Café Vergissmeinnicht den Menschen, die demenzkranke Angehörige zu Hause betreuen und begleiten, Entlastung an: Im Rahmen der Betreuungsgruppen im Café gibt es für die Patienten Möglichkeiten zum Singen, Spielen, leichte Bewegungsübungen und über die gute alte Zeit zu reden. Die Angebote sind den jeweiligen Fähigkeiten der demenzkranken Menschen angepasst. Sie werden in geselliger Atmosphäre beschäftigt und betreut. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer übernehmen unter Anleitung einer Pflegefachkraft die Arbeit mit den demenzkranken Menschen, während die Angehörigen sich Einkäufen, Arztbesuchen oder einer anderen wichtigen Auszeit widmen können. Solche Entlastungsangebote sind wichtig, um ein wenig Abstand vom belastenden Pflegealltag zu bekommen.

Das Demenzprojekt des DRK Saarlouis wird mit 1000 Euro von dem Fonds der Arzneimittelfirmen unterstützt.

 

Entspannung im „Café Vergissmeinnicht“

Das Theaterstück greift Gefühle und Lebenswelten der Flüchtlinge auf. Der Fokus soll jedoch nicht auf ihrer Geschichte, sondern auf ihren Erfahrungen in ihrer aktuellen Situation liegen und einen Blick in die Zukunft wagen. Die Studenten haben sich für dieses Projekt einen Zeitrahmen gesteckt: Ein dreimonatiger Arbeits- und Probenprozess wird jetzt durch drei gemeinsame Aufführungen vollendet.

 

 

Der Förderpreis des Fonds der Arzneimittelfirmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland wurde in diesem Jahr unter dem Titel "Innovative Ansätze in der Sozialarbeit" verliehen. Drei Projekte wurden mit jeweils 3.333 Euro ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 3. Juli 2015 im Rahmen des Theaterstücks ZeitGenossen in Frankfurt statt. Entwickelt in einer Kooperation von Studierenden, Senioren und dem Verein Art-Q ermöglicht das Theaterprojekt einen Generationenaustausch der besonderen Art und bot somit den passenden Rahmen für die diesjährige Vergabe des Förderpreises.

Der Vorsitzende des Arzneimittelfonds Richard Mark Engelhard überreichte einen von drei Preisen an Jessica Hofmann von der Hochschule Fresenius. Mit ihrem Projekt LogoApp „Galgenmännchen“ entwickelte die Logopädie-Studentin eine sprachtherapeutische App zum Training der Wortfindung bei Menschen mit Aphasie. Bei der Überreichung des Preises fand der Vorsitzende lobende Worte. „Hinter dem spielerischen Ansatz des Projekts steht nicht nur ein fundiertes sprachtherapeutisches Konzept, es ist durch seine moderne technische Realisierung zudem sehr innovativ und zeitgemäß“, sagte Richard Mark Engelhard vom gleichnamigen Unternehmen Engelhard Arzneimittel in Niederdorfelden.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde der CVJM-Pfalz mit seinem Projekt Wir machen den Wald begreifbar. Ein bereits bestehendes waldpädagogisches Programm wurde für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung weiterentwickelt. „Das Projekt zeichnet sich durch seinen integrativen Ansatz und das große ehrenamtliche Engagement der Mitwirkenden aus“, so Jurorin Dr. Catharina Maulbecker-Armstrong, Referatsleiterin für Prävention und Gesundheitsberichterstattung im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration.

Das Theaterprojekt "Zwischen Raum und Zeit", eingereicht von acht Studierenden des Studiengangs Soziale Arbeit (B.A.) an der Frankfurt University of Applied Sciences erhielt ebenfalls den Förderpreis. In Zusammenarbeit mit unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen soll in einem Zeitraum von drei Monaten ein Theaterstück erarbeitet werden. „Mit viel Gespür für 'Raum und Zeit' greifen die Studenten das Thema der Integration von Flüchtlingen in unserer Gesellschaft auf und sprechen nicht nur über die dramatischen Auswirkungen einer Flüchtlingswelle, sondern gehen durch den integrativen Arbeitsprozess des gemeinsamen Theaterspielens in den direkten Austausch mit den Flüchtlingen“, betonte die Frankfurter Theatermacherin Maja Wolff bei der Ehrung der Studentengruppe.

Am 20. September 2013 führt KIKS UP, das ganzheitliche Präventionsprogramm, im Rahmen der Bad Nauheimer Gesundheitstage einen Aktionstag für Kindertagesstätten und Schulen durch. Knapp 1.000 Kinder mit über 100 Begleitpersonen haben sich bereits für diesen Aktionstag angemeldet, der in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindet.

Die Kinder erwartet ein genussvolles und gemeinsames Picknick in ihrer Gruppe und ein speziell für diesen Aktionstag entwickeltes Geländespiel mit unterschiedlichen Stationen. Im ganzheitlichen und präventiven Sinne von KIKS UP finden die Kinder Stationen mit den Schwerpunkten Bewegung und Aktion, Entspannung, Balance sowie eine Getränkestation. Mit einem Spielplan, bestehend aus verschiedenfarbigen Symbolen, bewegen sich die Kindergartengruppen und Grundschulklassen selbstbestimmt durch die betreuten Stationen. Sind die Aufgaben gemeinsam erfüllt, bekommen alle zum Schluss eine kleine Anerkennung mit nach Hause.

KIKS UP ist eine Initiative des Fachbereichs Gesundheit, Soziales und Sport der Stadt Bad Nauheim,  der Fachstelle Suchtprävention für den Wetteraukreis, dem Förderverein SV  Schwalheim, KIKS UP, Jugend und Kultur e.V. und der Sportklinik Bad Nauheim mit dem Institut für Sporternährung e.V.. Der Aktionstag wird u.a. vom Fonds der Arzneimittelfirmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland unterstützt.

 

 

KIKS UP-Aktionstag in Bad Nauheim

Die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in schwierigen sozialen Lebensverhältnissen, sind ein wichtiges Thema in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit unserem Bildungssystem. Erkenntnisse aus einer Reihe von wissenschaftlichen Studien belegen einen Zusammenhang zwischen dem Bildungsgrad und seelischen wie körperlichen Erkrankungen.

Frühkindliche Bildungsangebote bei Kindern zwischen 0-6 Jahren stellen, wie das Beispiel der Perry-Preschool-Study aus den USA zeigt, einen geeigneten Beitrag dar, die gesundheitliche Chancengleichheit von Kindern aus unterschiedlichen sozialen Lebenslagen zu sicherzustellen. Neben der Förderung der vorschulischen Kompetenzen steht die Stärkung der psychischen Widerstandsfähigkeit, die kein von der Geburt an bestehendes Persönlichkeitsmerkmal ist, im Vordergrund der frühkindlichen Bildungsangebote. Sie helfen somit die Kinder positiv in ihrer Entwicklung zu unterstützen und Herausforderungen und Belastungen des täglichen Lebens zu bewältigen, ohne daran ernsthaft physisch oder psychisch zu erkranken.

Zentrales Anliegen der Fachtagung "Bildung fördern - Gesundheit stärken" war es, die Zusammenhänge von Bildung und Gesundheit zu erläutern, für früh ansetzende und aufeinander abgestimmte Maßnahmen der Bildungsförderung zu werben und Beispiele guter Praxis zu präsentieren.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde der Förderpreis für ehrenamtliches Engagement und Selbsthilfe des Fonds der Arzneimittelfirmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland e. V. verliehen, der in diesem Jahr insbesondere hessische Projekte auszeichnet, die unter Berücksichtigung frühkindlicher Bildung zur Gesundheitsförderung und Prävention beitragen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei der Aufbau von Elternkompetenzen, um so die gesundheitliche Chancengleichheit von Kindern (3 bis 6 Jahren) in schwierigen sozialen Lebenslagen zu verbessern.

  • Die Vorträge der Fachtagung "Bildung fördern - Gesundheit stärken" können Sie hier herunterladen.

In diesem Jahr steht der Förderpreis für ehrenamtliches Engagement und Selbsthilfe unter dem Titel „Sport und Ernährung als Sprungbrett für ein gesundes Leben“. Ende Juli hat die Jury – bestehend  aus dem Fonds-Vorsitzenden Richard Mark Engelhard, dem stellvertretenden Vorsitzenden Magnus Fischer und dem Hauptgeschäftsführer des Landesportbund Hessen, Ralf Koch –  alle Einsendungen bewertet und drei Preisträger ausgewählt.

Der erste Platz ist mit 5.000 Euro dotiert und geht in diesem Jahr an den „Verein für Leibesübungen 1861 Arolsen“. Ausgezeichnet wurde sein Projekt „Starke Kinder in Bewegung“. Platz zwei belegte die Sport-Initiative „Bewegungsplus“. In dem prämierten Projekt essen die Kinder des Vereins gemeinsam zu Mittag. Das Preisgeld beträgt 4.000 Euro. Der dritte Platz ging an den Tanzclub Bad Nauheim. Er erhält für das Projekt „Tanz als Medium für Integration von benachteiligten Kindern“ 3.000 Euro.

Der Arzneimittelfonds gratuliert allen Preisträgern! Die Preisverleihung fand am 25. August im Rahmen des Ursapharm-Sportfests in Saarbrücken statt. Den ersten Preis übergab der saarländische Gesundheitsminister Andreas Storm.

Förderpreis für ehrenamtliches Engagement und Selbsthilfe
Förderpreis für ehrenamtliches Engagement und Selbsthilfe
Förderpreis für ehrenamtliches Engagement und Selbsthilfe

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